Auswärts bei Tottenham

Es stand wieder eine Reise nach London auf dem Plan, und so ging es voller Zuversicht am Dienstag nach Heathrow. Eine Reise mit der Deutschen Bahn birgt immer Überraschungen – so auch diesmal: Den zeitig gebuchten Zug, welcher dann doch mit einer Stunde Verspätung in Frankfurt ankam, erwischte ich gerade noch. Es blieb gerade so viel Zeit für die Kontrollen und ein schnelles kühles Blondes, bevor es ab in den Flieger ging.
In London bei bestem Wetter pünktlich angekommen, wurde erst einmal fix im Hotel eingecheckt und sich dann auf den Weg gemacht, um die Tickets zu holen. Dort traf ich schon die ersten bekannten Atleti (naja, man wird mittlerweile als Vielreisender des deutschen Fanclubs erkannt 😊). Mit Ticket und Bändchen am Mann ging es dann zwei Stationen mit der Tube zum ersten Hard Rock Café der Welt (gegr. 1971) in die Green Park Lane. Nach einer guten Stärkung und ein paar Pints ging es per Fußmarsch zurück ins Hotel.
Am nächsten Morgen ging es entspannt zum Breakfast (traditionell English Breakfast mit Black Pudding). Das alles so im halben Morgengrauen gegen 11 Uhr Ortszeit. Nun stand Sightseeing auf dem Programm: Also auf zum Green Park, Buckingham Palast, Victoria Memorial und zur Royal Gallery. Danach zurück zum Hotel, Fahne und Schal holen und noch einmal im Shakespeare Pub bei der Victoria Station eingekehrt.
So wurde es langsam Zeit, sich auf den Weg Richtung Tottenham zu machen. An der Station „Seven Sisters“ traf sich schon ein gemütlicher Haufen von Atletis, die ihre üblichen „Männerhandtaschen“ dabei hatten. Dann war ich mit Micha (Michael Tschall) verabredet, welcher erst am Spieltag in London aufschlug. Fix in den Bus zum Stadion, da ich keine Lust auf 30 Minuten Fußmarsch hatte, und direkt am Stadion in einen Pub. Da ich keine sichtbaren Atleti-Sachen trug, bekam ich ohne Probleme mein Pint und konnte in Ruhe das Geschehen am Stadion genießen. Was mir echt imponierte, waren die Wandgemälde von Spielern der Spurs (Kane, Son).
Ins Stadion kam man ohne Probleme (man ist anderes gewohnt). Dort wurden fix die Imbissstände inspiziert. Das Futter passte, das Pint „London Pride“ passte auch – nur durfte man dies nur im Umlauf trinken. Also rein in den Block 118 mit Fahne und Schal… und als Erstes stürzt mir Dorin vom belgischen Fanclub entgegen 😊 „BLACKY… los, Bild machen!“ Dann kamen noch die Peña Caledonia und einige vom polnischen Fanclub an, die man oft trifft. Nun kam auch endlich Michael an. So konnte es im proppenvollen Gästeblock mit ordentlich Gesang losgehen.
Das Spiel an sich ist schnell erzählt: Man verlor sich viel in Schönspielerei und ermöglichte es den Spurs, ihr Publikum hinter sich zu bringen. Aber der Gästeblock stand stabil und trug unsere Mannen. Leider musste man sich zwar 3:2 geschlagen geben, aber wegen dem Einzug ins Viertelfinale gab es kein Halten mehr im Fanblock. Man blieb freiwillig noch über eine halbe Stunde im Block, um die Zeit mit dem Team auszukosten. Danach ging es zu Fuß zurück zur Tube, gemütlich zusammen mit den Spurs-Fans ohne Stress o. ä. In Euston musste mich Micha verlassen (hoffe, er hatte noch viel Spaß bei seinen Basketballspielen) und so ging es noch an der Victoria Station zum Absacker ins Wetherspoon. Dort wurde uns von Spurs-Fans anständig zum Weiterkommen gratuliert – sie bezahlten sogar das Pint.
Früh ging es nach einem erneuten traditionellen English Breakfast mit dem Flieger zurück nach Leipzig. Alles zusammen war es wieder eine sehr geile Away-Tour, leider waren nur zwei von unserer Peña sichtbar dabei. Aber wir wurden oft genug erkannt und herzlich gegrüßt.
Kleine Fußnote: Am Donnerstag beim Frühstück waren viele von der Peña Polonia da und einer sagte: „Atleti auswärts ohne den deutschen Fanclub ist nicht Atleti…“
Rot-weiße Grüße Euer Blacky















